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Bleibenden Wert für die kommenden Generationen haben seine Forschungen zum Architekten der Langener Stadtkirche und zu ihrer Baugeschichte, die er zusammen mit seiner Frau durchführte und mit denen er fast den ganzen Band II der Langener Stadtgeschichte 1983 füllte.
Die „Engel-Ausstellung“ 2001 im Alten Rathaus zur „Rezeptionsgeschichte der Begleitengel auf dem Renaissancegemäldes „Sixtinische Madonna von Raffael“, das profunde Buch zu diesem Thema, das er zusammen 1999 mit seiner Frau Angelika verfasste, und vor allem die dicke Publikation über Langener historische Ansichtskarten „Um Deine Sammlung zu vermehren“ 1997 zusammen mit Stadtarchivar Bauch zeugen u.a. von seiner Freude an intensiver umfangreicher Forschung.
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| Doch Karl Baeumerth war nicht nur ein historisch arbeitender Mensch, sondern auch politisch aktiv. Mit der Hiobsbotschaft, „das schönste Fachwerkhaus der Obergasse soll abgerissen werden“ trommelte er 1976 einige Mitstreiter zusammen, die die Ausstellung „Die Langener Altstadt - zum Abreißen zu schade“ erstellten und damit die 200 Mitglieder starke „Langener Altstadtinitiative“ gründeten - eine der erfolgreichten Bürgerinitiativen für Denkmalschutz in Hessen. Karl Baeumerth arbeitete von Marburg aus an den vielen Aktionen, Ausstellungen, Veröffentlichungen, Busfahrten, Vorträgen u.a. mit, um in den nächsten 10 Jahren das Stadtviertel vor falscher Umplanung und Verfall zu retten. Das Fachwerkhaus Obergasse 17 und die 200 anderen stehen heute in frischem Glanz, was ohne seine Initiative wohl nicht so wäre. Hierzu gehört auch, dass aufgrund seines Engagements eine originalgetreue Sandsteinkopie des Langener Vierröhrenbrunnens seit Oktober letzten Jahres auf dem Marktplatz im Freilichtmuseum Hessenpark in Neu-Anspach im Taunus steht. |
Mit seinem beruflichen Wechsel 1979 an dieses Freilichtmuseum, wo er für die Inneneinrichtungen der dorthin versetzten Häuser zuständig war, erweiterte sich auch sein Interessensgebiet. Er arbeitete jahrelang aktiv im Vorstand des „Hessischen Heimatbundes“ (Redaktion der Zeitschrift „Hessische Heimat“) und war 2. Vorsitzender in der „Hessischen Vereinigung für Volkskunde“ mit Sitz in Marburg. Seine Mitarbeit in der „Künstlervereinigung Malerstübchen Willingshausen“, im „Förderkreis Kreisarchiv Hochtaunuskreis“ und im „Denkmalbeirat Hochtaunuskreis“ wurde sehr geschätzt. Doch vor allem seine Mitgliedschaft im „Internationalen Arbeitskreis für Keramikforschung“ zeugen von seinem Schwerpunkt in der Erforschung von Töpfern, Töpferstätten und ihrer Produkte. Hierzu veröffentlichte er mehrere von der Fachwelt hoch eingeschätzte Bücher, wie überhaupt seine 226 (!!!) Titel verzeichnende Publikationsliste von seiner fachlichen Bedeutung und seiner äußerst fleißigen, fruchtbaren, wissenschaftlichen Arbeit zeugen. Die Volkskunde- und Regionalkundeforschung werden die durch seinen Tod entstandene Lücke nur schwer schließen können. |